Bandenring wegen verkauften „Schrott-Immobilien“ hochgenommen

Die Berliner Polizei hat sechs Haftbefehle und 35 Durchsuchungsbeschlüsse im Zusammenhang mit dem Verkauf von „Schrott-Immobilien“ vollstreckt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt im Rahmen eines gewerbsmäßigen Bandenbetrugs.

In Berlin wurden wegen mutmaßlichen Betrugs mit Schrott-Immobilien sechs Haftbefehle gegen Verdächtige vollstreckt. 122 Polizeibeamte durchsuchten in einer großangelegten Aktion mehrere Objekte. Zudem beschlagnahmten sie Beweismaterial in circa 35 Büros und Wohnungen – darunter Akten und elektronische Geräte wie Computer und mehrere Handys.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Beschuldigten „gewerbsmäßigen sowie bandenmäßigen Betrug in 21 Fällen“ vor. Hierbei seien laut den drei ermittelnden Staatsanwälten die Beschuldigten gut organisiert gewesen und arbeitsteilig vorgegangen. So haben sie zwischen 2008 und 2012 den unerfahrenen Käufern großzügige Gewinne beim Kauf von Eigentumswohnungen versprochen.

Laut den Ermittlern hätten die Betrüger den Investoren Steuerersparnisse und hohe Mieteinnahmen in Aussicht gestellt. Des Weiteren sollen sie den Käufern vor Abschluss der Kaufverträge bewusst falsche Angaben zu den Wohnungen gemacht haben. Doch waren die Kaufpreise für die Wohnungen teilweise bis zu 2,5-mal höher als ihr eigentlicher Wert. Der Gesamtschaden aus diesen Käufen ergibt mindestens 1,8 Millionen Euro. Diese Fehlinvestition brachte viele Käufer bis zum Rande ihres Ruins. Sie konnten die finanzielle monatliche Belastung nicht tragen.

Im Fokus der Ermittlung

Zu den Verdächtigen sollen neben früheren Vorständen des Immobilienunternehmens Grüezi Real Estate AG auch der Notar Manfred O. und der frühere Notar Reinhold K. gehören. Allerdings wurde diese nicht verhaftet.

Nach Angaben der Beamten sollen die beiden Notare im Zeitraum von 2008 bis 2012 für Grüzi und deren Vertriebe wie correcta pro sowie für Swisskontor Kaufverträge beurkundet haben. Bereits Ende 2011 wurde dem Notar Manfred O. vorgeworfen, Verkäufe von Schrottimmobilien beurkundet zu haben. Reinhold K. habe dagegen eher Kaufvertragsangebote beurkundet. Er soll die meist völlig unerfahrenen Käufer dazu überredet haben, Angebote abzugeben, an die sie gebunden waren. Doch die Investoren ahnten von all dem nichts, denn die Eigentumswohnungen wurden ihnen oft unter Vortäuschung falscher Tatsachen als „Steuersparmodelle“ verkauft, zum Teil zu extrem überhöhten Preisen.

Schrottimmobilien-Szene bereits vor Jahren im Visier der Ermittler

Im Jahr 2011 hatte der betrügerische Handel mit Schrottimmobilien bereits heftige Debatten in der Hauptstadt ausgelöst: Damals kam heraus, dass der von der Union als Justizsenator berufene Anwalt und Notar Michael Braun an der Beurkundung zweifelhafter Geschäfte mit Schrottimmobilien beteiligt gewesen sein soll. Folglich musste Braun nach nur wenigen Tagen im Amt zurücktreten. Jedoch konnte die Staatsanwaltschaft damals dem Anwalt keine Straftaten nachweisen.

 

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Rauswurf nach 40 Jahren – Gericht bestätigt Kündigung von rauchendem Mieter

Die Entscheidung ist gefallen: Nach 40 Jahren muss Friedhelm Adolfs seine Wohnung verlassen. Das Amtsgericht Düsseldorf hat die Kündigung des starken Rauchers wegen Geruchsbelästigung bestätigt. Der ehemalige Hausmeister kann aber in Berufung gehen.
Belästigt ein Mieter durch Zigarettenrauch seine Nachbarn, darf ihm die Wohnung gekündigt werden. Das hat das Amtsgericht Düsseldorf am Mittwoch entschieden. Der Vermieter eines Mehrparteienhauses müsse es nicht dulden, wenn Zigarettenrauch im Treppenhaus zu einer unzumutbaren und unerträglichen Geruchsbelästigung führe. Dies gelte, obwohl ein Mieter grundsätzlich in seiner Wohnung rauchen dürfe.

Konkret ging es um den Mieter Friedhelm Adolfs, dem nach 40 Jahren die Kündigung für seine einstige Dienst- und jetzige Mietwohnung zugestellt worden war. Die Vermieterin argumentierte, der Rauch aus seiner Wohnung belästige die Hausnachbarn, weil er nicht über die Fenster, sondern in den Hausflur abziehe. Der 75-jährige Mieter hatte das bestritten. Außerdem könne er nichts dafür, dass seine Wohnungstür undicht sei. (mehr …)

Börsengang: Peach Property – Mit Prunk an die Börse

Der Wohnungsmarkt boomt, der DAX ist im Höhenflug. Kein Wunder, dass es die Luxusimmobilienfirma Peach Property auf das Parkett zieht.

Nach langer Pause wagt sich in Deutschland wieder eine Wohnungsfirma auf das Börsenparkett: Die Schweizer Peach Property will ihre hiesige Tochter noch in diesem Jahr im Prime Standard der Deutschen Börse listen lassen, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Die Firma, die Luxuswohnungen baut und dann als Eigentumswohnungen wieder teuer verkauft, will laut ihrem Deutschland-Chef Bernd Hasse von der hohen Nachfrage am Markt profitieren und mit den Einnahmen aus dem Börsengang wachsen.
“Wir kombinieren Einnahmen aus dem Segment mittelpreisiger Mietwohnungen mit dem Potenzial von neu gebauten Luxuswohnungen und Revitalisierungen”, sagte Hasse der FTD auf der Immobilienmesse Expo Real in München. Sein Ziel sei es, mittelfristig ein Drittel der Erträge aus dem Vermietungsgeschäft und zwei Drittel aus dem sogenannten Projektentwicklungsgeschäft zu generieren.
Allerdings überwiegt derzeit noch das Entwicklungsgeschäft, das es schwer hat an der Börse, wo stetige Gewinne gefordert werden. Denn das Geschäft von Projektentwicklern – sie konzipieren, erstellen, vermieten und verkaufen Gebäude – gilt als deutlich schwerer kalkulierbar als etwa das Geschäft von Bestandshaltern wie GSW, Deutsche Wohnen oder TAG, die fast nur an der Vermietung verdienen.
2010 hatte der Projektentwickler Chamartin Meermann seinen Börsengang abgesagt. JK Wohnbau hatte den Sprung zwar geschafft, die Aktie aber, die seinerzeit zu 8 Euro emittiert wurde, kostet aktuell nur noch 3,40 Euro.
 
“Wir wollen Investoren ein attraktives Angebot machen”, sagte Hasse, der keine Details nannte, weil der Emissionsprospekt noch nicht publik ist. Nach FTD-Informationen liegt das angepeilte Emissionsvolumen im deutlich zweistelligen Millionenbereich. Der Großteil der neuen Mittel aus einer Kapitalerhöhung würde dem Unternehmen zufließen. “Der Börsengang dient dazu, weiter zu wachsen. Wir sind aber nicht auf den Mittelzufluss angewiesen”, sagte der Chef des Mutterkonzerns Peach Property Schweiz, Thomas Wolfensberger.
Die eidgenössische Mutter war 2011 in Zürich an die Börse gegangen und hatte mitsamt Kapitalerhöhung 55 Mio. Franken eingeworben. Die Firma wies zum 20. Juni eine Eigenkapitalquote von 38 Prozent und einen Gewinn aus, nachdem sie 2011 6,2 Mio. Franken Verlust gemacht hatte.
Peach Property Deutschland verdiente im ersten Halbjahr 2012 nach Steuern 3,4 Mio. Euro und wirtschaftete laut Hasse auch in den vergangenen zwei Jahren profitabel. Nach der Eigenkapitalquote und der Gesamtverschuldung gefragt, verwies Hasse auf den noch ausstehenden Emissionsprospekt. “Wir haben erst kürzlich die Finanzierung für zwei große Projekte in Erkrath und Munster für sieben Jahre gesichert”, sagte er weiter.
 
Der Börsengang von Immobilienunternehmen steht und fällt mit der Refinanzierung der Schulden. So war der Bestandshalter GSW bei seinem ersten Versuch, auf das Parkett zu gelangen, unter anderem auch deshalb gescheitert, weil die Umschuldung eines Kredits über 935 Mio. Euro noch nicht in trockenen Tüchern war. 2011 dann gelang nach erfolgreicher Umschuldung und bei besserer Marktstimmung der Börsengang, der GSW fast 500 Mio. Euro einbrachte.
Ohnehin stehen die Vorzeichen für Börsengänge derzeit günstig. Der Versicherer Talanx hat sein Listing nach mehreren Anläufen endlich geschafft, als echter Härtetest gilt der Börsengang des Mobilfunkanbieters O2, der noch im Oktober ansteht. Eine gute Voraussetzung dafür ist, dass der DAX seit Januar 20 Prozent zulegte.
Und auch Immobiliendeals haben wieder Konjunktur. Den Startschuss hatte zu Jahresbeginn die Augsburger Immobilienfirma Patrizia gegeben, die überwiegend für Co-Investoren die Wohnungstochter der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) mit 21.000 Einheiten erworben und dafür 1,4 Mrd. Euro gezahlt hatte. Das war der erste große Deal seit fast vier Jahren in diesem Segment. Es folgten weitere, bei denen sowohl Immobilienfirmen wie Deutsche Wohnen und TAG als auch Finanzinvestoren wie Cerberus zuschlugen. Laut dem Maklerhaus Savills wechselten seit Januar Wohnungen für 7,8 Mrd. Euro den Besitzer, ein Plus von 51 Prozent gegenüber den ersten neun Monaten 2011.
Ein Ende ist nicht in Sicht: So muss die BayernLB auf EU-Geheiß ihre Wohnungstochter GBW loswerden, die Gagfah bietet die Dresdner Woba mit 38.000 Einheiten an, und sogar der Staat will die bundeseigene TLG versilbern. Auch auf der Expo Real, die eigentlich eine Gewerbeimmobilienmesse ist, zeigt sich, dass Wohnungsfirmen en vogue sind: 43 Firmen sind in München vertreten, deutlich mehr als in den Vorjahren. Und auch Privatanleger investieren in Zeiten niedriger Zinsen mehr denn je in Betongold, was Peach Property mit Wohnungspreisen von im Schnitt 5000 Euro pro Quadratmeter helfen dürfte.
 
Ursprünglich veröffentlicht: www.ftd.de

Ladenhüter trotz Immobilienboom – Die Tücken beim Hausverkauf

Von wegen Betongold: Wer sein Eigenheim verkaufen will, bekommt oft nicht den Preis, den er für angebracht hält. FOCUS Online erklärt, woran das liegen kann und wie Sie den Käufern höhere Gebote entlocken.
Erben kann Segen und Fluch zugleich sein. Als Sven Mezger* kürzlich die Nachricht erhielt, dass sein verstorbener Onkel ihm und seinem Bruder ein Haus zugedacht hatte, war die Freude zunächst groß. Inzwischen – etwa ein dreiviertel Jahr später – sind die Brüder froh, endlich einen Käufer für das gute Stück gefunden zu haben. „Das Haus liegt in einer Neubausiedlung in Aurich“, erzählt der 39-jährige Kölner. Der Onkel hatte das frei stehende, etwa 170 Quadratmeter große Haus mit großem Garten vor etwa 15 Jahren für 530 000 Mark gekauft. „Davon ausgehend wollten wir ursprünglich 265 000 Euro für das Objekt haben“, erinnert sich Mezger.

Die Nachfrage war groß – doch die Angebote lagen weit unter dem aufgerufenen Preis. Schließlich standen 200 000 Euro als Kaufpreis im Notarvertrag – ein Viertel weniger als erhofft. „Dennoch gut, dass wir es los sind“, sagt der Arzt. Denn allmählich wurden ihm die Kosten für das Erbe – Instandhaltung, Grundsteuer, Fahrten in den Norden – lästig. Zudem scheuten die Brüder das Risiko des weiteren Verfalls und Wertverlusts. (mehr …)

Bericht der Bundesregierung: Engpässe auf dem Wohnungsmarkt

Das Angebot ist knapp und die Mieten steigen – in vielen Regionen Deutschlands fehlen bezahlbare Wohnungen. Immer mehr Haushalte sind davon betroffen, das geht aus dem aktuellen Immobilienbericht der Bundesregierung hervor.

Bundesbauminister Peter Ramsauer hat dem Bundeskabinett den zweiten Bericht über die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Deutschland vorgelegt. Damit wird der Beschluss des Deutschen Bundestages vom 14. April 2011 umgesetzt, einmal in der Legislaturperiode über die aktuelle Situation und Entwicklung der Immobilienwirtschaft zu informieren. Zum ersten Mal erschien der Bericht im Jahr 2009. Aus dem Bericht geht hervor, dass besonders in Deutschlands Ballungszentren die Preise für Immobilien steigen, was regionale, „lange Zeit nicht mehr bekannte“ Wohnungsengpässe zur Folge habe. Davon seien immer mehr Haushalte betroffen, insbesondere auch Familien mit Kindern. (mehr …)

Neuer Mietspiegel für Berlin: Mietpreise weniger stark gestiegen als angenommen

Die Mieten in Berlin sind zwar nicht so stark gestiegen wie befürchtet, wie aus dem eben erst veröffentlichten Mietspiegel hervorgeht. Dennoch gibt es keine Entwarnung: Besonders Normalverdiener leiden weiterhin unter den steigenden Preisen. Außerdem sind die Mieten in begehrten Wohnlagen deutlich stärker gestiegen als im Berliner Durchschnitt.

Der neue Mietspiegel verdeutlicht, dass die Mieten in Berlin zwar gestiegen sind, aber der Anstieg etwas langsamer erfolgte als erwartet. Demnach liegt die Kaltmiete bei 5,54 Euro pro Quadratmeter, was einem Anstieg von 6,3 Prozent seit 2011 und einem Plus von 33 Cent entspricht. Jährlich bedeutet dies einen Anstieg von 3,1 Prozent, während noch in den Jahren zuvor ein Anstieg von 4 Prozent zu verzeichnen war. Dennoch kein Vergleich zu den Jahren 2007 bis 2009, wo der Anstieg mit knapp einem Prozent deutlich niedriger ausfiel. (mehr …)

Kaufen ist unter Umständen günstiger als mieten

In zahlreichen Städten sind die Mieten in den vergangenen Jahren stark gestiegen, gleichzeitig verharren die Zinsen für eine Immobilienfinanzierung auf niedrigem Niveau. Unter Umständen kann der Kauf und die Finanzierung einer Immobilie günstiger sein als die monatliche Miete. Wo dies der Fall ist, hat Stiftung Warentest untersucht.

Verbraucher stellen sich früher oder später die Frage, ob es angesichts immer weiter steigender Mietpreise noch lohnt, eine Wohnung zu mieten oder ob es sich nicht doch rechnet, eine Immobilie zu kaufen. Dies gilt vor allem in Großstädten. Jetzt gibt ein großer Vergleich von Finanztest Auskunft darüber, in welchen Städten sich ein Kauf lohnt. Gerade in den Ballungszentren und den Metropolen sind in vielen Fällen die Mieten besonders teuer. Der Kauf einer Immobilie ist also immer interessanter, gerade wenn die Zinsen niedrig sind wie aktuell. So rechnen die Experten vor, dass etwa in Frankfurt der Kauf einer Wohnung monatlich Geld einspart, statt sie zu mieten. In München dagegen liegen die Mieten ebenfalls hoch, dennoch lohnt sich hier in vielen Fällen der Kauf nicht. (mehr …)

Mieterhöhung durch energetische Sanierung?

Die Modernisierung des deutschen Gebäudebestands nach neuesten energetischen Standards ist für viele Mieter finanziell nicht tragbar. Allein im vergangenen Jahr konnte mehr als 100.000 Mieter in Deutschland ihre Wohnung nicht mehr leisten, nachdem die Kosten für die energetische Sanierung auf den Mietpreis umgelegt worden waren. Aufgrund der Mietpreissteigerungen infolge der Sanierungskosten mussten die meisten der betroffenen Mieter ihre Wohnungen verlassen, wie die ARD-Sendung „Report Mainz“ diese Woche auf Grundlage bislang unveröffentlichter Zahlen des Deutschen Mieterbunds berichtete. Die Deutsche-Energie-Agentur GmbH (dena) wehrt sich nun gegen die geäußerte Kritik an der energetischen Sanierung und verweist auf eigene Studienergebnisse, laut derer die Modernisierungskosten nicht maßgeblich für Mietpreissteigerungen verantwortlich zu machen seien. (mehr …)

EXPO REAL: Start mit Ausstellerrekord

Mit einem Ausstellerrekord ist die diesjährige Gewerbeimmobilienmesse EXPO REAL heute in München gestartet. Großes Thema der bis zum Mittwoch laufenden Veranstaltung sind die Chancen und Herausforderungen der Finanz- und Schuldenkrise.

Laut Veranstalterangaben haben sich knapp 1.700 Aussteller aus 31 Ländern für die vom 8. bis 10. Oktober stattfindende 15. Internationale Fachmesse für Gewerbeimmobilien und Investitionen, kurz EXPO REAL, angemeldet. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Teilnehmerplus von ca. fünf Prozent. (mehr …)

Häuser, Fonds, Aktien – Wie Sie am Immobilienboom mitverdienen

Finanz- und Schuldenkrise machen Wohneigentum als sicheren Sachwert immer beliebter. Wie Anleger jetzt aus Betongold am besten Kapital schlagen – auch wenn sie gar keine Immobilie kaufen wollen.
In der Immobilienwirtschaft herrscht derzeit Champagner-Laune. „Die wohnungswirtschaftlichen Rahmenbedingungen lesen sich wie eine Blaupause für ein mittelfristig stabiles Wachstum“, frohlockt Thomas Bauer, Präsident des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie. Für seine Branche rechnet er 2012 mit einem realen Produktionsplus von zwei Prozent.

Woher aber rührt der konjunkturelle Aufschwung? „Angst vor Inflation, die Sorge um die Stabilität des Euro und historisch niedrige Hypothekenzinsen treiben immer mehr Bundesbürger in Immobilien als sichere Sachwertanlage“, bilanziert Christian Peters, Anlagestratege der Direktbank Cortal Consors. (mehr …)

Mecklenburg-Vorpommern: Immobilien immer gefragter

Mecklenburg-Vorpommern begeistert immer wieder aufs Neue die Menschen, die das schöne Bundesland, in der Urlaubszeit oder auch während eines kurzen Trips, besuchen und erkunden. Die vielen, sich über die Landschaft ersteckenden, Seen und natürlich die Ostsee mit ihren Steilküsten und Inseln, lässt bei vielen Menschen das wohlbekannte Urlaubsgefühl aufkommen. Kein Wunder, denn die klare Luft und das salzige Meerwasser lässt jeden Urlauber und Spaziergänger aufatmen und zur Ruhe kommen. Die Immobiliennachfrage wurde letztlich auch durch die Eurokrise angeheizt. In Mecklenburg-Vorpommern werden immer mehr Baukredite von den Sparkassen im Nordosten vergeben. Durch ein Eigenheim, eine sogenannte sichere Geldanlage, investieren die Mecklenburger in eine sichere Zukunft. Doch diese Flucht in Sachwerte, wird in herannahender Zeit eine Preissteigerung mit sich ziehen. Daher ist nun die Zeit für Überlegungen reif. (mehr …)

Wirtschaftsinstitut kritisiert mögliche Mietpreisbremse

Eine Mietpreisbremse würde die derzeit in zahlreichen Städten herrschende Wohnungsnot nicht beseitigen – zu diesem Fazit kommt eine aktuelle Studie. Die Forscher warnen zudem vor negativen Effekten.

Die Mietpreisbremse könnte nicht den erhofften Erfolg in Form von weniger stark steigenden Mieten haben – im Gegenteil, sie könnte das Problem weiter verschärfen. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA). (mehr …)

Zu spät zum Immobilienerwerb?

Seit Generationen gelten Immobilien als sichere Geldanlage. Bleibt die Investition in Häuser und Grundstücke, trotz schrumpfender Bevölkerung in Deutschland tatsächlich ein sinnvoller Vermögensschutz?  

Beim Immobilienerwerb reicht es nicht aus, die gesparte Miete mit Zins-und Tilgungskosten zu vergleichen. Kapitalanleger, die Immobilien zur eigenen Nutzung erwerben, müssen auch dagegen rechnen, wie viel Zinsen sie auf ihr Kapital erhalten hätte, wenn sie es nicht in Immobilien investiert hätten. Wie wirkt sich die Inflation auf Schulden und Guthaben aus? Welche Vor- und Nachteile entstehen dem Immobilieninvestor durch Geldentwertung?   (mehr …)

Laubfegen im Herbst

Flammend rote Bäume und knallgelbe Büsche – bevor die kalte Jahreszeit hereinbricht, gibt die Natur im Herbst noch einmal ein buntes Gastspiel. Doch die farbenfrohe Pracht der herbstlichen Fauna bietet uns nur solange Freude, bis das Blattwerk zu Boden fällt und Gehwege bei Nässe zu gefährlichen Rutschbahnen mutieren lässt. Ähnlich wie beim Schneefegen im Winter, muss deshalb geklärt werden, wer für die Räumung des nassen Blattwerks im Herbst zuständig ist. Denn wer der Pflicht zum Laubfegen nicht nachkommt, kann von stürzenden Passanten vor der eigenen Haustür juristisch zur Rechenschaft gezogen werden.

Wer für das Räumen zuständig ist

Grundsätzlich liegt die so genannte Verkehrssicherungspflicht bei den Gemeinden und Kommunen. In der Regel haben diese die Pflicht zum Kehren der Bürgersteige per Ortssatzung auf die Eigentümer der angrenzenden Grundstücke übertragen. Die Besitzer von Mehrfamilienhäusern geben diese Kehrpflicht in den meisten Fällen wiederum an ihre Mieter weiter. Dafür haben die Vermieter zwei Möglichkeiten: entweder verpflichten sie ihre Mieter direkt zum Fegen oder beauftragen ein professionelles Reinigungsunternehmen, dessen Kosten im Regelfall gleichmäßig auf die Mietparteien im Haus im Rahmen der Nebenkosten umgelegt werden. Den Kehrbesen zur Hand nehmen oder für die Laubentsorgung zahlen müssen Sie als Mieter nur dann, wenn hierzu eine entsprechende Regelung in Ihrem Mietvertrag oder in der Hausordnung bestehlt. Liegt keine Klausel zum Laubfegen zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung vor, darf der Vermieter diese nicht nachträglich ergänzen. Er ist dann eigenständig für die Laubentsorgung verantwortlich. (mehr …)

Was gehört in die Heizkostenabrechnung?

Alle Jahre wieder sorgt die Heizkostenabrechnung in zahlreichen deutschen Haushalten für erhitzte Gemüter. In diesem Jahr werden Mieter erneut mit einer deutlichen Verteuerung der Heizkosten rechnen müssen. Die Jahresabrechnung 2013 könnte um bis zu 18 Prozent höher ausfallen als im Vorjahr, schätzt der Deutsche Mieterbund. Ein Grund mehr, die Abrechnung besonders gründlich unter die Lupe zu nehmen. Welche Informationen die Heizkostenabrechnung enthalten muss und wie Sie gegen unzulässige Abrechnungen vorgehen, verrät unser Ratgeber.

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Riskante Untervermietung – Nicht genehmigter Untermieter – fristlose Kündigung

Wer ohne Erlaubnis einen Untermieter bei sich wohnen lässt, riskiert eine Kündigung – und zwar eine fristlose, wie sich aus einem Urteil des Amtsgerichts München ergibt.
Mieter müssen ihren Vermieter fragen, bevor sie ihre Wohnung untervermieten. Darauf weist der Mieterverein München hin. Tun sie dies nicht, riskieren sie eine fristlose Kündigung, entschied das Amtsgerichts München (Az.: 423 C 29146/12).

In dem verhandelten Fall hatte die Vermieterin einer Wohnung von Dritten erfahren, dass die von ihr vermietete Wohnung untervermietet wird. Sie forderte den Mieter daraufhin auf, dies zu unterlassen. Der Mieter erklärte jedoch, es handele sich lediglich um Besuch. Hierauf kündigte die Vermieterin fristlos und erhob Räumungsklage. (mehr …)

Nebenkosten: Mieter dürfen sich an Werten der Nachbarn orientieren

Sie sorgen seit jeher für Unstimmigkeiten bei Mietern: Heizkosten. Gerade in Mehrfamilienhäusern sind sie mitunter sehr schwer nachvollziehbar – kein Wunder, werden in der Regel nur die eigenen Verbrauchswerte angegeben. In einem aktuellen Urteil wurde nun klargestellt, dass Mieter auf Nachfrage künftig auch die Verbrauchswerte ihrer Nachbarn erfahren dürfen.

Es ist das Recht eines jeden Mieters, zu erfahren, wie viel Heizenergie ihre Nachbarn verbraucht haben – nur auf diese Weise können sie Angaben zum Gesamtverbrauch in der Betriebskostenabrechnung überprüfen. Zu diesem Schluss kam kürzlich laut Medienberichten das Landgericht Berlin. Was dabei den Datenschutz angeht, so muss der Vermieter entsprechende Angaben in den Unterlagen im Zweifelsfall schwärzen. (mehr …)

Immer attraktiver: Sendling, Münchens neuer Stern am Himmel

 

Sendling ist gutbürgerlich und gehört zu München wie Frauenkirche und Oktoberfest. Besonders hip, modern oder angesagt war das Viertel im Südwesten der Stadt jedoch nie. Das ändert sich nun bereits seit einigen Jahren, denn Sendling wird von vielen schon als Geheimtipp für den nächsten Boom-Stadtteil gehandelt. Zwischen Harras, Westpark und Isar entstehen folglich immer mehr interessante Wohnprojekte, die für Münchner Immobilienkäufer mehr als nur einen Blick wert sind. (mehr …)

Vermietete Immobilien – So finanziert sich Ihre Wohnung von selbst

Der Wohnungsmarkt boomt. Doch kann sich eine Immobilie, die ich vermiete, fast von selbst finanzieren? Sie kann – und hier steht, wie das geht.
Wohungen und Häuser sind gefragt wie seit langem nicht mehr. Die Preise steigen. Platzt hierzulande also bald einen Immobilienblase? Nein, sagen Experten, weil es keine Blase gibt. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln belegt: Trotz extrem niedriger Zinsen ist weder eine expansive Kreditvergabe noch eine sehr hohe Kauf- und Wiederverkaufsrate zu beobachten. Das bestätigt auch Jens-Ulrich Kießling, Präsident des Immobilienverbands Deutschland (IVD): „Von einer viel zitierten Blasenbildung kann in Deutschland keine Rede sein. Die Preisanstiege sind Bestandteil eines längst überfälligen Aufholprozesses der deutschen Wohnungsmärkte.“ Investoren können also kaufen, müssen aber Spielregeln beachten – und können dann Nachsteuerrenditen von mehr als vier Prozent nach Steuern erzielen. Wo ist das derzeit sonst drin? Der Clou: Der Vermögensaufbau kann sich mit minimalem eigenem Aufwand finanzieren, wenn ein sehr solventer Investor das Projekt ohne Eigenkapital finanziert.

Für das Projekt Mietimmobilie gelten die alten Immobilien-Grundsätze: „Die Lage des Objekts ist neben dem Zustand, der Ausstattung und der Vermietbarkeit ein entscheidendes Kriterium für die dauerhaft gute Rendite“, sagt Steuerberater Daniel Frischkorn von Ecovis in Berlin. „Eine Immobilie sollte sich grundsätzlich auch ohne Steuerersparnis rechnen – dieser Steuervorteil sollte netter Nebeneffekt sein, nicht aber nötige Voraussetzung“, so der Experte. (mehr …)

Miet­erhöhung: Das können Mieter tun

Das Miet­niveau steigt in vielen Regionen rasant. Doch Mieter müssen sich nicht alles bieten lassen. Die Finanztest-Check­liste hilft Mietern zu erkennen, ob der Vermieter über­haupt mehr verlangen darf. Ein Muster­brief zeigt, wie Mieter kurz und prägnant auf unzu­lässige Erhöhungs­verlangen reagieren. Für alle, die den Konflikt mit dem Vermieter scheuen, erklären die Finanztest-Experten, wie Miet­parteien zu einem Kompromiss finden können. (mehr …)

Immer mehr Obdachlose in Deutschland

Aufgrund der steigenden Mietpreise in Deutschland können sich viele Bundesbürger keine eigene Wohnung mehr leisten. Die Konsequenz: Sie verlieren ihr Zuhause und landen auf der Straße. In den Jahren 2010 bis 2012 ist die Zahl der Obdachlosen auf 15 Prozent gestiegen.

Die Mietpreise auf dem deutschen Wohnungsmarkt steigen rasant. Für viele Deutsche werden die überteuerten Mieten zu einer harten Belastungsprobe. Besonders armutsgefährdete Bundesbürger können den Explosions-Mieten nicht mehr standhalten. Sie verlieren ihr Eigenheim und finden ihr neues Zuhause oftmals auf einer Parkbank. In den Jahren 2010 bis 2012 ist ihre Zahl einer Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) drastisch um 15 Prozent gestiegen. (mehr …)

Hausbaukosten kalkulieren – wertvolle Tipps

Wer ein Haus selber bauen oder bauen lassen möchte, sollte sich zunächst einmal grundlegend informieren. Tipps zum Hausbau gibt es auf Hausbaumessen, in Musterhaussiedlungen und bei Hausbaufirmen. Genauso können diese im Internet oder mittels Fachliteratur eingeholt werden.

Hausbaukosten kalkulieren
Um die Hausbaukosten überhaupt kalkulieren zu können, gilt es Fragen zu beantworten, wie (mehr …)

Lärm und Ruhezeiten im Mehrfamilienhaus – was ist erlaubt?

Sommerliche Hausparty oder nächtliches Kindergeschrei – in Hinblick auf Lärm im Mehrfamilienhaus fällt die Toleranzgrenze von Mieter zu Mieter recht unterschiedlich aus. Laute Geräusche lassen sich gelegentlich nicht vermeiden. Dauerhafte Lärmbelästigung geht jedoch auf die Nerven und kann die Wohnqualität mindern, so dass beeinträchtigen Nachbarn sogar eine Mietminderung zusteht. Wie Lärmschutz im Mietrecht verankert ist und was Vermieter gegen laute Mieter unternehmen können und bei Klagen anderer Mieter im Sinne des Allgemeinwohls sogar tun müssen, erfahren Sie hier.

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Größeres Armutsrisiko bei zu hohen Mieten

Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung rutschen in vielen größeren deutschen Städten einkommensschwache Familien wegen zu hoher Mietkosten unter Harz-IV-Niveau. Den Familien bleibt nach Abzug der Miete oftmals weniger als die Grundsicherung.

Einkommensschwache Familien mit Kindern drohen durch die hohen Mieten unter das Hartz-IV-Niveau zu rutschen: Besonders in den Ballungszentren haben die Familien mit dieser Problematik zu kämpfen. Nach Abzug der Miete landen die Familien mit geringem Einkommen oft unterhalb der staatlichen Grundsicherung. Das ergibt eine von der Bertelsmann-Stiftung vorgelegte Studie. (mehr …)

Volkswirtschafts-Professor rät zum Kauf großer Wohnungen

Der Volkswirt und Demographie-Experte Professor Robert Fenge erklärt im Interview mit FOCUS Online, warum wir trotz sinkender Bevölkerungszahlen mehr Wohnraum benötigen – und auf welche Lagen und Wohnungsgrößen Käufer setzen sollten.
FOCUS Online: Wie sieht Deutschland 2050 aus?

Professor Robert Fenge: Trotz aller Zuwanderung – es werden sehr viel weniger Menschen hier leben. Und sie werden im Durchschnitt sehr viel älter sein als heute. Schon 2025 werden hier wohl nicht mehr als 79 Millionen Menschen wohnen. Das kann auch die Zuwanderung derzeit nicht aufwiegen. (mehr …)

Immobilien clever losschlagen – Sanieren, Sortieren, Präsentieren: So holen Sie beim Hausverkauf mehr Geld heraus

Händler präsentieren ihre Waren attraktiv im Schaufenster. Wer sein Haus verkauft, tut das oft nicht – und verschenkt damit Geld. „Homestaging“ ist oft die Lösung. FOCUS Online erklärt, was es damit auf sich hat – und wer die Dienstleistung anbietet.
Über 13 Monate stand das Haus von Karin und Hans Kargo (Name von der Redaktion geändert)aus Germering leer. Trotz Makler und einem wirklich guten Preis gab es kaum Interessenten. Schweren Herzens nahm das Rentnerehepaar seine letzten Ersparnisse in die Hand und investierte sie in eine sogenannte „Homestagerin“, die das Anwesen zum Verkauf herausputzen sollte.

„Mein Neffe hatte davon im Internet gelesen und uns dazu geraten“, erzählt die ehemalige Lehrerin Karin. Und die Expertin legte gleich los: Die alten Teppiche und Vorhänge flogen raus– schlichtes Laminat kam rein; die vergrauten Wände wurden geweißt und das Haus mit Hilfe von Mietmöbeln, Lampen und Accessoires dezent aufgehübscht. (mehr …)

Kein Platz: Deutsche leben in zu kleinen Wohnungen

Millionen Bundesbürger leben in überbelegten Wohnungen. In Deutschland liegt die Überbelegungsquote bei 20 Prozent. Besonders armutsgefährdete Menschen hausen in viel zu kleinen Wohnungen.

Untersuchungen des Statistischen Bundesamts ergaben, dass die Wohnungen von sieben Prozent der Deutschen im Jahr 2011 überbelegt waren. Armutsgefährdete Menschen sind von der Überbelegung besonders betroffen. Sie besitzen nicht das nötige Geld, um sich eine größere Wohnung zu leisten. Demnach ist auch die Überbelegungsquote bei armutsgefährdeten Menschen mit einem Anteil von 20 Prozent fünf Mal höher als bei besser verdienenden Menschen. Als armutsgefährdet gilt, wer im Monat maximal 952 Euro zur Verfügung hat. (mehr …)